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Ein Projekt der "Initiative Wissen schafft Wohlstand für Berlin" in der Folge der BerlinStudie |
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Beim IKIB-Open-Space im Oktober 2003 hatten einige Teilnehmer den Wunsch nach einer längerfristigen und regelmäßigen Möglichkeit zum Austausch formuliert. Es sollte um die Fragen gehen: Wie haben uns unsere je eigenen Lebenswelten, Erfahrungen und Denkweisen geprägt? Daraus hat sich nun eine feste Gruppe etabliert:
Menschen zwischen
20 und Mitte 60,
u.a. aus Lateinamerika, Asien, Deutschland und Osteuropa - sie
gönnen sich seit Januar 2004 einmal im Monat den Luxus, fern vom
alltäglichen
Problemlösungsdruck die Facetten von Diversität im
Gespräch zu erforschen und verstehen zu lernen. Sie setzen sich
mit den vielfältigen Denkweisen und Lebenswelten auseinander, die
entstehen, weil Menschen unterschiedliche Hintergründe und
Erfahrungen haben. Weil sie geprägt sind durch ihre ethnische oder
nationale Herkunft, durch ihre Religionszugehörigkeit, ihr Alter
und Geschlecht, durch Behinderung, Bildung, sexuelle Orientierung und
andere Einflussfaktoren.
Die Gruppe hat sich als Form der Auseinandersetzung für die Kommunikationsmethode des Dialogs nach David Bohm (Bohm 1998) und Martin Buber (Buber 1995) entschieden. Der Dialog will zu den Wurzeln unseres Denkens und damit unserer Sicht auf die Welt vorstoßen. Mit Maximen wie z.B. eine lernende statt einer wissenden Haltung, offenes Zuhören, Verlangsamen, von Herzen Sprechen wird eine Gesprächsatmosphäre geschaffen, die sich von einer Diskussion wesentlich unterscheidet. Es geht nicht um Schlagabtausch von Meinungen, sondern um Lernen, Erweitern der Wahrnehmung und Verstehen. So ist eine persönliche und vor allem fruchtbare Auseinandersetzung möglich, das Verständnis für Anderes kann wachsen, die Fähigkeit mit Anderen zu kommunizieren "ganz nebenbei" auch. Idealerweise soll dieser Dialog dazu führen, die Verschiedenheit in der Gruppe als Potenzial dafür zu nutzen, gemeinsam Neues zu denken - und zu tun
Die Dialoggruppe trifft sich einmal monatlich und ist derzeit nicht für neue Interessenten offen. Sobald wieder Plätze frei sind, werden wir darüber an dieser Stelle informieren.
Nähere Informationen zum Dialog bei Vivian Glassman, Vivian.Glassman@ikib.org, Sigrid Peuker, Sigrid.Peuker@ikib.org und Ursula Rubenbauer: Ursula.Rubenbauer@web.de
Literatur zur Einführung in den Dialog nach David Bohm:
Bohm David
(1998): Der Dialog. Das offene
Gespräch am Ende der Diskussionen. Stuttgart, Klett-Cotta.
Bohm, David;
Donald Factor & Peter Garrett (1991): Dialogue - A proposal. http://www.ratical.org/many_worlds/K/dialogueProposal.html
[9. November 2007]
Bohm, David; Donald Factor & Peter Garrett (1991): "Dialog - Ein Vorschlag", Deutsche Übersetzung von "Dialogue - A proposal" von Hanna Mandl, 2000. http://thinkg.net/david_bohm/bohm_dialog_vorschlag.html [12. September 2008]
Buber, Martin
(1995): Ich und Du. Stuttgart, Reclam. Original 1923.
Geiser, Christiane: Der Dialog nach David Bohm. Eine Einführung. Vortrag im transdisziplinären Studiengang "Wissenschaft und Weisheit", Universität Zürich, März 2000. http://www.gfk-institut.ch/pdf/a_cg_einf-bohm.pdf
Geiser, Christiane: Bericht über ein Experiment: Dialog-Gruppen. http://www.focusing-netzwerk.de/archiv18290/messages/7.htm [Link derzeit leider nicht aktiv, 9. November 2007]
Hartkemeyer,
Martina & Johannes F. und L.
Freeman Dhority (1998): Miteinander Denken. Das Geheimnis des Dialogs.
Stuttgart, Klett-Cotta.
Hartkemeyer,
Martina & Johannes F. (2005): Die Kunst des Dialogs. Kreative
Kommunikation entdecken. Erfahrungen, Anregungen, Übungen.
Stuttgart, Klett-Cotta.
Isaacs, William
(1999). Dialogue and the Art of
Thinking Together. A Pioneering Approach to Communicating in Business
and in Life. New York, Random House.
Mehr zu unseren eigenen Erfahrungen mit dieser Methode finden Sie unter http://sigridpeuker.de/Dialog.html
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